Verfasst von: Martin | 21. November 2009

Und, wie war’s?

Knapp 2 Wochen, nach der Rückkehr, nachdem alle Fotos ausgetauscht wurden und nachdem bereits schon jedem alles berichtet wurde, ist es Zeit auch hier einen abschließenden Bericht zu schreiben.

Auf nach L.A.Vegas, Ja..VEGAS. Es ist schon nicht leicht das zu toppen. Wenngleich ich mich anfangs nicht so dem Hype hingeben wollte, muss ich doch sagen..DAS muss man erst mal toppen! Nichtsdestotrotz war es für uns Zeit weiter zu ziehen um die letzten Tage der Reise in und um Los Angeles zu verbringen. Bereits in 2 Tagen hätten wir das Wohnmobil zurückgeben müssen und es waren noch ein paar Meilen zu fahren.

Traumjob?Da wir nach der Abgabe sowieso noch 2 Tage in L.A. hatten (Hotel), wollten wir die Zeit noch nutzen und uns noch ein wenig südlich der Stadt umschauen. Long Beach, Laguna Beach, Newport Beach und wie sie alle heißen. Dort wo die Schönen und Reichen wohnen und wo wir im Grunde total fehl am Platz sein würden, da wollten wir hin. Irgendwo würde es doch wohl einen latz am Strand geben, an dem wir ein wenig die Seeluft hätten schnuppern können. Also, auf geht’s!

Endlich essenZunächst hieß es wieder einmal hunderte Meilen fahren..Highway…Sonne…das übliche. Da Susi aber ein Herz für gestresste Kraftfahrer hat, hatte sie sich überlegt, kurz vor L.A. noch eine “Scenic Road” zu nehmen um noch was fürs Aug zu bieten. Solche Straßen gibt es hier und da abseits des Highways und sie bieten zumeist atemberaubende Einblicke in die Landschaft..warum also nicht? Als wir am Horizont schon den Smog (man denkt tatsächlich man fährt in eine Nebelwand) von L.A. sahen, hieß es also “hier rechts” ab in die Natur. Urplötzlich findet man sich in einer komplett anderen Umgebung wieder, die so gar nicht an das erinnert was sich um den Highway zuvor aufgebaut hatte…eine sehr angenehme Abwechslung! dickes Log an Susi, hat sie gut ausgesucht :)

WTF?Also bissi hier um den Berg, da durch einen verträumten Ort über Stock und Stein..bla bla..und dann..ja..dann war es soweit. Hinter der nächsten Kurve, stand es dann. Mein Lieblingsschild. ‘Road Closed – 5 Miles’. Na so ein Glück. Meist sind die Straßen wegen Schnee geschlossen, wir hatten es in Yosemite bereits erlebt und Susi mag Eiswürfelso gute 200 Meilen Umweg fahren müssen. Aber Schnee? Es hatte die letzen Wochen nicht geregnet oder geschneit. Es war sommerlich warm? Die kann unmöglich geschlossen sein. Also weiter! Na gut, man kann nicht immer recht haben. Sie war also zu, eine Hubschraubercrew war wohl grad beim Airwolf“Freiräumen” und wir dann am Umdrehen und zurückfahren. Nachdem wir uns dann noch 1-2 mal verfahren hatten, und eine verspätetes Mittag runter geschlungen hatten, (Susi mag gern Eiswürfel fotografieren o_O) fanden wir uns auf einem der unzähligen Highways um L.A. wieder, auf dem Weg zum Strand..es wurde bereits dunkel.

 

L.A. BahnhofDer Strand selbst war dann eher nicht so toll. Man kam nirgends auch nur ansatzweise ans Wasser. Überall musste man entweder in eine geschlossene Wohnanlage einbrechen, durch Schranken brechen oder quasi durch eine Haus fahren um nur in die Nähe des WassDisneyland Feurwerkers zu kommen. Wir hatte irgendwann keine Lust mehr, es war spät. Also fuhren wir in die Stadt und verbrachten die Nacht und den anschließenden Tag in der Nähe des Wohnmobil-Abgabe Orts in der Nähe von Disney Land. Die Abgabe klappte dann auch recht problemlos und so fanden wir uns nach einigen Taxi und Bahn Kilometern in Downtown L.A. im Hotel wieder.

 

Bunnys BunnysSusi wollte noch Shoppen (wie ungewöhnlich), also ging’s noch für einen Bummel in die Stadt. Es war mexikanischer Straßen Markt. Hinter uns kommt jmd näher “Bunny’s, Bunny’s”, ich erinnere mich an Las Vegas..gleich gibt’s wieder Visitenkartenen von heißen Girls. Naja fast, es war nur eine verrückter Mexikaner, mit einem Einkaufswagen vvoller Käfigen mit Hasen, die er bei ca. 30 Grad in der Sonne den ganzen Tag umherfährt und den Touristen andreht. Aber sonst geht’s noch?

Fass mich an!Am Tag darauf entschieden wir uns führ eine Hop-On Hopp-Off Bustour durch Hollywood um in der Kürze der Zeit soviel wie möglich mitzunehmen. Nachdem wir mit einigen Schwierigkeiten dann an Board waren, Walk of Famesind wir gut 6 Std durch L.A, getingelt. vorbei an den Buena Vista Studios, dem Walk of Fame, Beverly Hills und und und. Schon sehr interessant zu sehen und was auf dem Walk of Fame abgeht erinnert sehr an Vegas. Lauter schräge Menschen, unzählige Touristen und so komische Sterne auf dem Boden. Am nächsten Morgen um 6 ging dann Shopping?der Flug zurück. Also um 4 am Flughafen sein, also um 3 am Hotel weg, also um 2 aufstehen, also gar nicht ins Bett, das wird toll! So haben wir noch ein wenig das US Fernsehen genieße können. Sehr variantenreiche Werbung. Auto, Essen, Essen, Essen, Auto, Auto und..äh,,genau. Essen! Aber gut wir hatten nur 5 Sender oder so.

Rückflug über Atlanta. Etwas Verspätung, sonst keine Vorkommnisse, Fliegen halt.

Wanne EikelNach 2007 hieß es also für uns dieses Jahr ab in die USA. Zwar nur kurze 3 Wochen, aber immerhin. Hat es sich gelohnt? Ja! Hier und da fehlte etwas die Planung, hätte man mehr sehen können, aber hey…wäre ja langweilig so. Insgesamt, wieder viel Fahrerei (im Schnitt ~ 400 Kilometer pro Tag) und wenig Entspannung, aber das wussten wir zuvor. Mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen. San Francisco, Death Valley, Grand Canyon, Las Vegas, L.A. all die 08/15 Touristenziele habe auf jeden Fall überzeugt und waren die Reise wert. Gekrönt wurde das alles durch den Umstand dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs waren, was vieles vereinfacht hat und nur selten zu Problemen führte. Ich kann es nur jedem empfehlen. Sowohl eine Reise in die USA  als auch den Urlaub mit einem Wohnmobil!

Hol die Kaka da raus! Yogi Yogi Öhm..lang?

 

Ja, ich weiß ich war hier und da unausstehlich und ja ich weiß ich bin ein schlechter Autofahrer und kann nur mäßig gut mit Kleintieren umgehen. Aber hey, was soll’s :) Soweit ich es noch im Ohr hab, war die Rede von der nächsten Reise im nächsten Jahr..oder in 2? Ich weiß es nicht mehr so genau, aber ich freu mich drauf. Ich glaube Skandinavien oder Island war im Gespräch, ich bin gespannt. Mal sehen ob Susi mich nochmal mitnimmt…

Also dann..wir sehen/hören/lesen uns…

 

Zwischenablage01P.S. Susi, es war mir wie immer eine besondere Freude mit dir durch die Welt zu tingeln..wer hätte das gedacht, als der erste Urlaub 2006 zum ersten mal als Phrase in den Raum geworfen wurde. Viel Glück die Tage wegen du weißt schon was!!!

Verfasst von: Susi | 10. November 2009

FuFuFu Disappear

Bild 7554. November 2009, Las Vegas, die Sonne brennt.
Heute sollte uns ein anstrengender Tag bevorstehen, denn das Treffen mit Florian (Onlineflirtbekanntschaft von Martin und so) und Anna stand kurz bevor und Martin machte mich mit seinem Auf-und-ab-Gang und der entsprechenden Gestik gleich mit nervös. Nachdem sich die beiden Herren bezüglich der Zeit dann doch mal einig wurden, trafen wir uns am späten Vormittag, um uns Las Vegas zeigen zu lassen. Bild 810Also flux rinn in den Leihwagen "Anna, die Beule war da vorher schon, oder?",  immer aufm Gas bleiben, Bremskraft austesten, hier und da ein paar Wagen schneiden, das Navi verfluchen, noch schnell über ne Barrikade brettern und dann waren wir auch schon da. Im Luxor, dem Domizil von Anna und Florian. Nachdem uns Florian gleich mal eben gezeigt hat, wie man am elegantesten einen Tip (1$) in der Hand des Personals verschwinden lässt, tauchten wir ein in die Welt von Las Vegas. Allein die Hotelauffahrten haben an  die  4 – 6 Spuren, Personal für Gepäck, Autos und die Taxiwinker sind Standard. Hier Bild 728kann man quasi an jeder Ecke Geld ver dienen. Dementsprechend aber auch ausgeben. So wird man auch gleich im Eingangsbereich darauf aufmerksam gemacht, was man bis dato meistens noch nicht hat. Und zwar einer der Luxuskarossen die auf Drehtellern ihre Runde drehen. Nun gut, hier wird also Geld gemacht, fragt sich nur für wen. Da zudem ALLE Wege IMMER durchs Casino führen, kommen wir der Geldmaschinerie gleich noch näher. In allen Richtungen blinkt und  klimperts,  alles untermalt mit einem bekannten PC-Game-Sound  der frühen 90iger Jahre. Die Automaten kamen auch aus der Zeit, zumindest was die Optik anbelangt. Die Spieler haben da meist schon ein paar Jahre mehr hinter sich. Gefühlte 100 vermutlich. Naja wozu auch das Gesparte in die Nachbrut investieren, wenn der Jackpot direkt vor einem sitzt.

Bild 739Den Aufzug haben wir Dank der bereits 3 vor Ort verbrachten Tage unsere Begleitung doch recht schnell gefunden und somit ging’s dann schräg (Pyramide und so) auf das Zimmer im 17. Stock, mit Dusche und so. Naja, das Zimmer war dann doch gefühlte und geräumige 60m2 groß mit privat Pool und Blick auf Las Vegas. Wenn ich groß bin, dann… Bild 737Nach einer Stärkung per Hotdog-Zufuhr und immerhin dem Versuch einer Planung für den Tag ging es durchs Casino gleich auf zum nächsten Hotel, die hier mehr oder weniger direkt miteinander verbunden sind. Es ist übrigens sehr erschreckend, wie schnell man sich dort verlaufen kann. Also im Casino. Bunt und bunt unterscheidet sich nun mal schlecht und Automat und Automat erst recht.

Bild 748Im Laufe des Tages waren wir in etlichen Hotels. Das Cäsars Palace, Venecian, MGM, Paris und natürlich das Belagio. In dem einen gibt’s schicke Stukmalereien, in dem anderen Raubkatzen, die für Fotos einfach nicht still halten wollten und in wieder anderen kann man auf ‘ner Gondel durchs Hotel oder auch außen drum herum schippern. Warum auch nicht. Aus Angst vor einer erneuten Seekrankheit entschieden wir uns die Außenwelt lieber zu Fuß zu erkunden. Also ab uffn Strip und gleich in die Arme des nächsten Checkers gelaufen. Oder vielmehr die Checker. Meist kleinwüchsig, männlich, mexikanischer Abstammung, Girls-Girls-Girls-Shirt-bekleidet und Bild 758DER Pose. Man nehme ca. 200 "Visiten"-Karten, mit leicht bekleideten Damen, in die eine Hand und schnippt mit der anderen leicht dagegen und schwingt parallel dazu in die Mitte des Weges, sodass auch keinem entsprechende Angebote entgehen. Hier und da wird dann auch mal ein "free sex" hintergerufen. Gut, dass Martin seinen "Stapel" Dank Florians Ran-wink-Künsten vom Taxi aus schon vorher ergattern konnte. So ist seine Nacht auch schon gesichert. Wattn Glück.

Bild 745An jeder Ecke trifft man Johnny Depp, Captain Hollywood, Jason, Charly Chaplin oder Elvis. Für jedes Foto gibt’s, was auch sonst, einen Tip. Ich frag mich, warum ich im kalten Deutschland 40 Stunden die Woche im Buero hocke, wenn mir im sonnigen Las Vegas nur ein Kostüm passen und ich nur eine Pose beherrschen muss.
Nach einer Erfrischung im Hard Rock Cafe, vorbei an Harley Davidsen, ein Besuch bei Coca-Cola ging’s per Ran-Wink-Personal und Tip-Absahner weiter zum alten Strip. Der Unterschied zum alten Bild 799Strip? Hier ist das Publikum noch nen Zacken älter, alles noch bunter, aber auch irgendwie ruhiger. Nachdem die Herren der leicht bekleideten Bedienung einen wohlschmeckenden Trunk nicht abschlagen konnten, gab’s dann auch endlich Abendbrot. Pünktlich zur Lasershow waren wir fertig, und starrten wir 100 andere gen Decke an der auf dem alten Strip Animationen mit passender Musik projiziert werden. Zudem konnten wir einem Künstler bei seiner Erstellung von Kunstwerken mit Sprüh- und Spachteltechnik bewundern. Hätte mir das die eine Bit** net weggeschnappt, wär es jetzt meins. Grml. Sah auf jeden Fall Hammer aus und summa sumarum ist der alte Strip auch einen Besuch wert.

Bild 805Pünktlich zur Spiel-, Spaß- Wassershow waren wir dann auch wieder am Brunnen des Belagio. Und wenn ich ehrlich bin: An diesem Brunnen zu stehen, der schon Kulisse für viele Filme war, und zu spüren das ganz Las Vegas drum herum merklich im Dunkeln zum Leben erweckt, ist schon Wahnsinn. Man kann das gar nicht beschreiben. Es ist einfach nur krass dort mitten drin zu stehen. In Las Vegas.

Nach einer kurzen Verschnaufpause wollten wir zumindest eine Show in Las Vegas sehen. Da ich online auf die schnelle wenige Tage zuvor nur ca. 10 Shows für den Tag gefunden hatte, fiel die Wahl auf Criss Angel (feat. Cirque de Solei). Was soll ich sagen, die Show war enttäuschend, war okay. Nicht mehr und nicht weniger. Zumindest erwartet man sich von gewissen Eintrittspreisen etwas mehr.
Nach der Show gingen die Männer noch ne Runde zocken. Soweit ich mich erinnern kann, hat Martin 20$ Plus gemacht. Pro halt *hust*
Ich hab mich derweil oben mit Anna vergnügt. Verbal versteht sich.
Irgendwann nach 1 Uhr ging’s dann per Taxi heim zum RV-Park. Die ca. 30minuetige Taxifahrt ging Dank des umgänglichen Fahrers schneller und günstiger vorbei als gedacht, sodass wir dann doch recht bald schlafen konnten.

Bild 762Am nächsten Tag wollten Martin und ich uns Las Vegas nochmal genauer anschauen. Ein Shuttle vom Nachbarcasino sollten uns kostenlos in die Stadt bringen. Nachdem wir uns im Casino 2mal Bild 825verlaufen und 4mal nachgefragt haben, wurden wir endlich fündig. Frühstück bzw. Mittag gab’s nochmals im Hard Rock Cafe. Weils so schön war. Neben sehr lecker und für Las Vegas erschwingliches Essen gibt’s auch ne Menge Touchscreen Spielereien. So wird’s während dem Ausrechnen des "20%" Trinkgeld-Betrags net langweilig. Suppa. Das anschließende Shopping viel dann doch nicht so ergiebig aus, wie erhofft. Für mich gab’s nur ein Hard Rock Cafe – Shirt. Martin hatte glaub ich schon nach dem 1. Laden keinen Bock mehr. Kann ich gar net verstehen. War doch alles so schön bunt. Und ne Badehose sucht er immer noch :( egen Sonnenuntergang hats uns dann nochmal nach Paris auf den Eifelturm verschlagen und so konnten wir die Wasserspiele vorm Belagio nochmal aus der Vogelperspektive bewundern. Das war auf jeden Fall nochmal ein n1 Abschluss.

Bild 902 Bild 888 Bild 859

 

Gegen 21 Uhr bin ich noch ein paar Runden im Pool gejoggt, während Martin mit den Sprudelduesen rumgespielt hat. Im Whirpool konnten wir uns nochmal aufwärmen bevor wir doch recht müde ins Bett gefallen sind.

Und btw, Danke an Anna und Florian fürs Sightseeing in Las Vegas. Hat auf jeden Fall Laune gemacht.

Verfasst von: Martin | 8. November 2009

Ohne Badehose?

Red Rock CountryAuf dem Weg zurück nach Vegas hatten wir noch ein paar Stunden Tageslicht, also war das Red Rock Country südlich von Red Rock CountryFlagstaff unser nächstes Ziel. Der Name sagt bereits alles. Wunderbare rote Felsen mit sehr anschaulicher Gegend drum herum, durchaus einen Abstecher wert.

Mittendrin das kleine Örtchen Sedona. Bietet eigentlich absolut nichts, außer dutzender Souvenirläden in denen man u.a. mundgekloeppelte Schalen aus vietnamesischem Holz ersteigern kann…naja warum nicht.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz fanden wir uns in einem sehr untypischen Dorf ein paar Meilen weiter wieder. An einem Berg gelegen fehlen Wal Mart, Taco Bell und Mc Donalds….sehr urig, sehr schön. Weit oben campierten wir dann bei atemberaubendem Blick ins Tal.

SedonaDer Tag danach, zurück auf der Straße, zurück nach Vegas, Strecke machen. Ein Treffen mit dem Bibelverkaeufer-Paar Florian und Anna war geplant.  In Vegas angekommen ging’s zum morgentlicher Blick aus dem Wohnmobilerst besten RV Park. Nachdem uns zwei betrunkene Waechter mit hohem Horrorfilm-Gruselfaktor eingewiesen hatten entdeckte Susi’s geschultes Auge den Pool. Da es jedoch schon spät war, ich keine Badehose dabei hatte und wir noch was Essen wollten, wurde Planschen verschoben…vorerst!

und wieder ab nach Vegas :-)

Von unserem ersten Vegas  typischen Tag mit Casinos, Shows und Nuttenquartett berichtet dann die Susi, ich freu mich schon…

Nun aber ab ins Bett…

Verfasst von: Martin | 8. November 2009

Das blaue Ding da!

Er ist die berühmteste Schlucht der Welt und ein Muss für alle USA Touristen, der Grand Canyon. Das wollen wir doch mal sehen.

Grand CanyonAb Flagstaff ist eine gute Stunde Fahrt bis man einen ersten Blick hinunter werfen kann. Entlang Grand Canyoneiniger Kilometer ist hier ein kleines Dorf entstanden in dem man per kostenlosem Shuttle Bus die unzähligen Aussichtspunkte abklappern kann. Jeder kommt erneut mit einem "Wow" daher und bietet Souvenir Shop und Kiosk. So geht man sicher, dass sich wirklich jeder großzügig mit allerlei Canyon Plunder eindeckt.

Nimmt man das Angebot wahr, ist man durchaus einen Tag beschäftigt, es ist durchaus mehr als ein kurzer Blick in ein großes Loch, wir waren sehr angetan!!!

Grand CanyonWer mag  kann einen der zahlreichen Trails nutzen um hinunter zum Fluss zu spazieren zu meist in Grand CanyonForm mehrtägiger Wanderungen. Kommt in meine "mach ich wenn ich Gross bin Schublade". So sind wir dann von View Point zu View Point und staunten über die Landschaft…muss man unbedingt gesehen haben!

Fauna gibst auch zu  sehen. Neben Vögeln, Rehen und Eseln die  eigentlich Elche sind haben es aber vor allem die vielen kleinen Eichhörnchen der Susi angetan. "Die sind ja sooo süß..*quiek*" Schnell noch 379 Bilder davon gemacht und dann wurde es auch bald dunkel. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang genossen wir dann noch einen sehr schönen Blick in den Canyon und das umliegende Land vom Dessert View ganz am Süd-Osten.    

Getier Getier Getier Happy Susi :D

Am nächsten Morgen ging’s dann wieder gen Süden zum Wupatki National Monument. Dabei handelt es sich um Ruinen irgendwelcher Siedlungen toter  Menschen. Recht schön aufgemacht und interessant anzusehen. Susi hat ein Prospekt geklaut! Etwas weiter die Straße runter gab’s noch einen Vulkankrater zu sehen. Das ist nicht sooo imposant, wohl aber was er aus der umliegenden Landschaft gemacht hat. Vulkangestein überall, schwarze Erde..mal was anderes….ich muss mal auf die Toilette, gleich wieder da.

Wupatki Cameron RV Park Wupatki

Das blaue Ding war übrigens der Rest des Autos von jmd der versucht hat über den Grand Canyon zu springen es aber nicht ganz geschafft hatte…

Verfasst von: Martin | 8. November 2009

Elche und so…Fragen?

Laaaaaangweilig...

"Schreibst du dann über Hoover Damm, Football, Route 66, Grand Canyon, Red Rock Country und Las Vegas?"

Aeh, nein? Na mal sehen wie weit ich komme…

Der Grand Canyon war also das nächste Große Ziel.  Von Vegas aus ist das ein Strecke von knapp 200 Meilen Highway der Kategorie "supi Klasse toll, aber auch supi". Endlos lange, gerade, karge Wuestenstrecke…Tempomat rein und im Halbschlaf durch.

Hoover DamHoover DamErste Station nach ein paar Meilen: Hoover Damm. Sehr imposant! Hier wird der Colorado aufgestaut und Strom erzeugt um u.a. Las Vegas zu versorgen. Sehr schön touristisch aufgemacht inkl. gueldener Toiletten. Da hab ich es mir nat. nicht nehmen lassen mal so richtig….. Da Susi im herzen eine Biker Braut ist, war anschl. die Hoover DamRoute 66 angesagt. Die läuft ab Kingman für gut 50 Meilen parallel zum Highway und verspricht etwas Abwechslung zum arschlangweiligen Highway…hoffentlich.

"…ich hätte ja Lust auf Football…"

Ich will Blut sehen!Für Susi Kraftstrotzende muskelbepackte Mannsbilder die sich für sie im Dreck prügeln, für mich heiße Cheerleader die leicht bekleidet um die Gunst der Fans eifern. Ja, aehh..so oder so ähnlich ;-)                                       Shake that ass...Leider bot der Spielkalender der großen Teams nichts passendes für uns an, wohl aber Kingman. Entlang der Straße wurde uns ein Spiel der Extraklasse geboten. Die Menge brüllt, die Spieler geben alles und die Girls heizen die Fans auf "Gogol you dirty bastards…". Ich schnappte mir  noch ne Moere aus dem Kühlschrank und dann ging’s ins Stadion. Ein spannendes Spiel, gute Stimmung unsere Erwartungen wurden erfüllt. Nicht schlecht für ein Kindermannschaft mit Cheerleadern im Alter zwischen 5 und 10 aber immerhin ;-)

Bikerweek ^^Ab dem Abzweig zur 66 heisst jede Tankstelle, jeder Supermarkt und jedes Fachgeschäft für industriell gefertigtes Echthaar-Nähgarn irgendwas mit 66. Ansonsten bietet die Strecke aber wenig sehenswertes. So ging es dann bis Flagstaff, dem Ausgangspunkt aller Ausflüge zum Grand Canyon.

Meine Finger tun weh, ich mach kurz Pause, bin in 15 Min. wieder da….dann komm ich auch zu den Elchen…aehhh Eseln…aehh Elchen o_O

Verfasst von: Susi | 4. November 2009

Welcome to Cici’s!

Susi mag die Wüste :D Nachdem wir auf dem Wal Mart Parkplatz doch besser nächtigen konnten als gedacht, ging es weiter Richtung Death Valley. Und man mag es kaum glauben, die Straßen werden noch einoeder als so schon. Kurz vor Death Valley, also so ca. 60 Meilen, wollten wir dann nochmal tanken. Wer weiß ob es im Todes Tal überhaupt was gibt. (Dort gab es zwar was, aber für ca. 1,5$ mehr pro Gallone). An der Tanke machte Martin auch gleich Bekanntschaft mit einer Dame aus Mannheim, die vor ca. 15 Jahren ausgewandert ist. Schnell noch einen Tipp zum nächsten Postoffice mitgenommen und dort noch ein paar Briefmarken ersteigert.

Death Valley Mal was allgemeines. An allen Ortsschildern, egal wie klein der Ort auch sein mag, ist die Einwohneranzahl vermerkt. In den großen Städten, welcher hier flaechenbezogen recht wenige sind, findet man alles. Und zwar alles in geschätzter 10 bis 100facher Ausführung. So sieht hier dann auch glücklicherweise jede Ecke gleich aus und das navigieren fällt mir noch leichter… Auf Ortschaften, Sehenswürdigkeiten bzw. Highways wird man meist erst an der  Kreuzung hingewiesen, an der man dann auch schon abbiegen darf. Macht sich mit 60 m/h und erhöhtem Bremsweg nochmal zusätzlich praktisch. Death ValleyWas die Amis dagegen immer anzeigen sind Straßennamen. Auch auf den Abfahrten der Highways. Die kleineren Städte, bis ca. 6000 Einwohner, haben dagegen so gut wie nichts. Man sieht keine Menschenseele und ich warte nur noch auf den Strohballen, der durch die einsamen Gassen fegt. CiCi's PizzaMartin sagt dann  jedes Mal:"Wer will den hier leben? Hier ist doch nichts. Hier möchte ich nicht mal tot hebern Zaun hängen." Da hat er mal ausnahmsweise recht. Ich auch nicht. Ich glaube allerdings, dass sich hinter den Türen einiges abspielt. Man bekommt  es nur nicht mit, wenn man dran vorbeifährt. Bei dem Postoffice hätte man nie vermutet, dass sich derartiges dort befindet. Und an der Tür stand "Open 24h" Oo. Man sollten die kleinen Butzen eben doch nicht unterschätzen. Aber hier leben wollen wir dennoch nicht. Ich schweife ab…*hust*

Death Valley sollte  man auf jeden Fall mal gesehen haben, wenn man mal in der Nähe ist ^^. Auch wenn die Wüste trocken, heiß und recht zivilisationsarm ist, ist die Landschaft hier und da doch recht schön anzuschauen.

der Yogi und ichDeath ValleyUnd da war er wieder. Das was wir seit der letzten Reise so vermisst haben. Dieser Oh-mein-Gott-wie geil-ist-das-denn-Moment! Dante’s View. Die 13 Meilen Sackgassenfahrt sind es auf jeden Fall wert. Ich denke die Bilder sprechen an der Stelle für sich.

Nun gab’s es zum Übernachten Campgrounds mitten in der Wüste (und ja auch die wurden genutzt). Da dort drumherum aber auch wieder nichts ist, wollten wir uns dann lieber auf einem Campground in der nächstbesten Stadt wagen. Also auf nach Amargosa Valley. Oder lieber doch nicht. Neben Schule und Spielplatz, gab es auch wieder nur gähnende Leere. Die Wellblechkirche, welche man an den formschön genagelten 2 Kreuzen an der "Fassade" erkennt, gab uns dann den Rest.

hier gehts ab o_ONun blieb uns nur noch eine Möglichkeit und so entschlossen wir uns direkt nach Las Vegas zu reisen. Nach einer der etlichen Hügeln erblickten wir dann das Death ValleyLichtermeer von Las Vegas. Zum Glück haben die Highways hier auch mal 6 oder mehr Spuren. Je Richtung versteht sich. Beim ersten Wal Mart war dann Overnight Parking doch tatsächlich verboten. Naja halb so wild. Gibt ja noch mehr. So wurden wir dann auch fündig und beendeten den Abend mit einer leckeren Pizza von Cici’s Yummy.

Death ValleyAm nächsten Morgen legten wir einen Service- und Erholungstag ein. So fanden wir z.B. nach 4fachem Anlauf endlich ein Inetcafe, welches unseren Kriterien entsprach. Mit 40" Monitor für einsame Zockerherzen. Unser Hab und Gut sollte dann auch mal eine Erfrischung in Form eines Waschgangs erleben. Laut Martin das Beste der Stadt. Nachdem die Wäsche heil und auch im Sollzustand wieder rauskam, kann ich das nur bestätigen ;) . Während des Waschvorgang nahm Martin endlich seinen heiß geliebten Ham mit Eggs in einem Diner ein. Ich hab mich vorerst nur an den Standart- Cheeseburger gewagt. War aber auch ganz lecker.

Death Valley Das Abendprogramm wurde dann in einem Kino mit MJs "This is it" in Begleitung von fröhlich tanzend und singenden Kiddies oder auf nach Vegasauch der guten alten Hausfrau mit "Michael I love you" gestaltet. Ich sag mal, kann man gesehen haben, muss man aber nicht. Aber abwechslungshalber war es ganz gut, so durfte Martin die folgende Nacht von MJs Hits träumen. "Beat it, beat it, beat it, beat it…" Goldig.

Verfasst von: Martin | 2. November 2009

Fahren macht auch mal Spaß…

öhm..Fährt man in die USA, will dabei so viel wie möglich sehen, hat aber nur begrenzt Zeit, so kommt man im Grunde um gewisse Planung nicht herum. Man sollte in etwa wissen, was man sich anschauen will und was zeitlich überhaupt machbar ist. Irgendwie haben wir das aber aus Zeitmangel, die Zeit aus Neuseeland, wo es im Grunde nur 2 Straßen gibt die alles abdecken, im Hinterkopf, aber irgendwie vergessen.

Es sollte sich herausstellen, dass das ein Fehler war…

zur Küste...Ab Reno/Lake Thao standen wir vor der Wahl: Osten (Salt Lake City und Rocky Mountains) oder Westen (Küsten Highway). Auf unserer Liste standen zwar noch ein paar Sachen, aber das Dazwischen war unklar…sehr unklar. Da jedoch das Fahren durch die Wüste zu langweilig ist, entschieden wir uns für den Westen…Küste und so.

IMAG0094 Also ran ans Wasser und dann gen Süden. Die nächsten Tage sind wir vor allem gefahren…viel gefahren. Serpentinen an der Küste, Rushhour durch San Francisco (ja da mussten wir nochmal durch), Nachtfahren aufm Highway…So ging’s dann letztendlich bis Bakersfield, dem Ausgangspunkt fürs Death Valley, Las Vegas und den Grand Canyon.

erster Sonnenuntergang an der Kueste Ich pers. fand die Fahrt über die Golden Gate Bridge ganz nett und verlange die Streichung aller meiner Punkte in Deutschland, weil ich es unfallfrei durch die Innenstadt von San Francisco geschafft habe…mit ‘nem Wohnmobil!!!

In Bakersfield gab’s dann die erste Nacht in der City. Das ist evtl. eine gute Gelegenheit um ein paar Worte zum Thema ‘Schlafplatzsuche’ zu verlieren:

Generell sollte man nur auf Campingplätzen nächtigen schon aus Sicherheitsgründen. Das ist aber zu langweilig. Gerade in Kalifornien kann man im Grunde auf jedem Rastplatz oder Aussichtspunkt übernachten. Von denen gibt’s auf Highways so gut wie keine aber wohl auf kleineren Straßen. Findet man da nichts, was vor allem weiter westlich und in der Wüste der Fall ist, ist die Stadt die beste Wahl. Dort kann man auf fast jedem größeren Supermarkt Parkplatz nächtigen, vorzugsweise Wal Mart. Dort gibt’s meist sogar Security.

Zapfsäule Küste Küste Küste

 

In die Verlegenheit einen kostenpflichtigen Stellplatz auf ‘nem Campingplatz zu nutzen (15-35$/Nacht) kommt man daher kaum. Abwasserentsorgung und Road to San Francisco Frischwasserauffuellung geht an Tankstellen bzw. bei entsprechenden Plätzen…kostenlos! Wo wir gerade bei Tankstellen sind, tanken macht hier so unendlich viel Spaß ich könnte jedes Mal kotzen vor Freude. Golden Gate BridgeGenerell geht nur Vorkasse primär per Kreditkarte direkt an der Zapfsäule. Das geht in 4 von5 Fällen nat. nicht mit deutschen Karte, wer hätte das gedacht. Also rein um das mit den zumeist schlecht engl. sprechenden Wahlamerikanern ausklabuestern.  Die kennen auch alle den deutschen Perso als ID und machen keinerlei Probleme..großes Indianerehrenwort! Naja dank meiner Ausbildung im Bereich "Hand-und-Fuß-Kommunikation Wall Mart Parkplatzfür Anfänger und Fortgeschrittene" kriegt man dann aber doch meist die Zapfsäule freigeschaltet…dann beginnt der richtige Spaß! Bei fast jeder  Tanke gehen die Feststellhebel nicht die es erlauben ohne ständiges Drucken den Tank voll zu machen. Da jedoch schon bezahlt war (tolle Taktik) ist Wegfahren blöd also wird haendisch gezapft. Bei 1 Mio. Liter Fassungsvermögen dauert das dann gern 20 Minuten…ein Traum.

Aber Martin warum bist du denn heut so eine weinerliche Heulsuse? Weil ich es kann!

Susi ist dann bald mit besseren Geschichten zurück..Death Valley und Vegas erwarten uns :-)

Gib mal jmd. ein Taschentuch….

Verfasst von: Susi | 1. November 2009

Where are you guys from? New York?

Mono LakeNachdem wir die doch recht frostige Nacht ohne Zwischenfälle hinter uns gebracht hatten und ich dank Martin eine leicht getrübte Flüssigkeit zum Müesli genießen durfte, ging es gegen 7 Uhr weiter Richtung Lake Tahoe. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an etlichen Vista Points vorbei. Als wir an einem länger Rast machten, meinte Martin auf einmal:

"Da ist ein Indianer und der hat was, was Du nicht hast.".
Nach einem kurzen Blick in den Außenspiegel meinte ich:"Lange Haare?" M:"Fast."
S:"Gewaschene Haare?"
M:"Vermutlich auch das."
Nach einem erneuten Blick in den Spiegel erkannte ich es.

Das Stativ. Da war es wieder.

Mono Lake Mono Lake Reno

Ich war lange am Knobeln selbst eins mitzunehmen. Aber wenn man den nötigen Skill hat, braucht man das nicht. Also doch alles richtig gemacht.

In South Lake Tahoe haben wir dann auch erst mal einen neuen Stromadapter gekauft. Martin hätte mich ja auch netterweise daraufhin weisen können, dass man den Regler auf USA schiebt bevor man die Kontakte abbricht. South Lake Tahoe ist übrigens eine sehr interessante Stadt, da sie direkt durch die Grenze zw. Nevada und Kalifornien verläuft und nur in Nevada das Glücksspiel erlaubt ist. Unser Nachtlager schlugen wir diesmal an einem Vista Point auf.

Yosemite National ParkIn der Hoffnung auf eine größere Stadt und dem Lichtblick auf ein Internetcafe ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Reno. Das mit der größeren Stadt stimmte schon mal. Das mit dem Internetcafe eher weniger. Selbst mit Nachfragen wurden wir entweder in die Prärie geschickt oder zu Internetcafes mit der freudigen Aufschrift "Opening soon".  Nun ja, aber wenn man schon mal da ist, kann man sich zumindest mal die Lake ThaoStadt angucken. Reno ist ja immerhin der kleine Bruder von Las Vegas. Neben heiratswilligen Pärchen, Angestellte die mal mit mehr mal mit weniger Elan lustige Pfeile bewegen, crazy people (hier und da werden auch mal Getraenkekisten mit Rundumleuchte versehen und USA-Flagge auf den Gepäckträger geschnallt), gab’s dann aber nicht wirklich was zu Lake Thoasehen. War zwar auch Sonntag, aber ein wenig mehr kann man sich schon erwarten als nichts.  Also flux die Koffer gepackt und auf Richtung Pyramid Lake. Die Wüste beginnt, die Highways werden immer einsamer und die Zivilisation geht gegen Null. Der Pyramid Lake ist schön. Schön ruhig.

Pyramide Lake Über Reno Richtung Downieville ging’s durch einen dunklen Wald (wie beängstigend) und auf Schlafplatzsuche. Diesmal gab’s sogar beleuchtete Toiletten, fließend Wasser, Abpumpstationen *freu* und vorerst nur Rehe. Es sollte eine ruhige Nacht werden.

Verfasst von: Martin | 30. Oktober 2009

Endlich Internet

Auftrag: Finde ein Internet Cafe in Las Vegas

Kriterien:

  1. es existiert
  2. es ist geoeffnet
  3. es besitzt Rechner, weil haeufig nur W-LAN angeboten wird und man seinen Laptop dabei haben sollte
  4. es gibt Platz
  5. Rechner und Netz sind zu gebrauchen

Nicht so leicht, aber heute sind wir dann doch fuendig geworden und haben mal ein wenig Bildmaterial hochgestellt. Einiges hier im Blog, den Rest in der Gallerie

Susi wird wohl dann heut Abend oder so wieder zur Tastatur greifen :-)

Verfasst von: Martin | 29. Oktober 2009

3+2=8

Yosemite Neuer Tag neues Glück, die Nacht war jedenfalls nur so mittel, Sekundenschlaf rockt aber auch. Erste Mission des Tages: Abholung von Yogi. Nichts leichter als das, einfach da anrufen und so…ja ist klar. Nachdem ich bei der Nummer drei mal bei ‘nem deutschen Anschluss rausgekommen bin und Susi lachend am Boden lag, klappte es dann doch irgendwie. Gut merken, Anrufen innerhalb der USA geht nicht, SMS aber schon…hätte ich wissen müssen, ich Trottel.

Yosemite Jedenfalls hat uns dann eine nette alte Dame (typische US Hausfrauenfrisur…unzerstörbar) abgeholt und zum Wohnmobil-Verleih gefahren. Nach eiligen Formalien waren wir dann stolze Besitzer eines Campers und dank meiner Flirt-Künste gab’s sogar ‘n extra Set Geschirr und Bettwäsche dazu…was bin ich für ein Held…Maennerheld o_O.

YosemiteDas Wohnmobil selbst ist eine Nummer grösser als gebucht, verfügt über drei (!) Doppelbetten, ein Klo mit Dusche, Mikrowelle, Herd mit Ofen und eben dem üblichen Camper-Gerümpel. Also einsteigen und ab dafür…erstes ziel Supermarkt…SHOPPING, da freut sich die Susi. Alles als Jumbopackung (Strandfigur anfressen), alles gut teuer aber dafür auch alles da. Obst gibt’s im extra regal inkl Stylischem Gewitter Sound zum Wasser-Sprüh Event…muss ja alles frisch aussehen..die spinnen doch.

Gegen Abend wollten wir im Yosemite National Park sein, also hopp hopp rein und los. Verkehrstechnisch sieht’s ganz gut aus. Maximal 65mph sind drin, Freeways haben pro Seite so 7 spuren und ähnliches lustiges Zeug. Die Beschilderung jedoch ist das beste. Generell gibt’s hier kaum Zeichen. Alles steht ausgeschrieben auf ‘nem weißen Schild. Total praktisch wenn dann an ‘ner Ampel 22 schilder hängen die man durchlesen darf!

Yosemite Auch sehr beliebt: Stoppschilder in der Variante ‘ vier Straßen, vier Stoppschilder’. Wenn dann aus jeder Richtung ein Auto kommt werden dann münzen und Würfel ausgepackt und wild geknobelt wer zuerst darf. Bei mehr als einem Auto pro Seite artet das dann gern aus. Ein Nachmittagsspass für die ganze Familie…

Yosemite ist ein park mit viel…nun ja.Landschaft halt. Schaut halt die Bilder an. Die Durchfahrt kostet sportliche 20$.

Da es bereits dämmerte haben wir uns was zum schlafen gesucht. Wenngleich ich vorherige Straßen schilder ala ’speeding kills bears’ gekonnt ignoriert hatte, haben mich die 220 hinweise auf dem Rastplatz dann doch stutzig gemacht und wie sich herausstellen sollte….Susi auch.

Yosemite Yosemite Yosemite

Yosemite

Was mach ich nachts um drei? Richtig, Susi zur Toilette begleiten, weil Bären ja bekanntlich nur Menschen angreifen wenn diese allein sind ^^

Hat aber dann doch geklappt…tag 3 kann kommen…es sieht nach schönem Wetter aus :-)

Verfasst von: Susi | 27. Oktober 2009

Nochmal bitte…

Golden Gate Bridge Da Martin in der Schule beim Schreiben von Aufsätzen immer abwesend war, hab ich mich entschlossen den ersten Reisebericht detaillierter zu verfassen. Zudem ist hier schwieriger als gedacht ein Inet-Cafe zu finden, sodass der Blog vorerst "nur" mit unformatierten Berichten und Fotos des guten alten Telefons gefüttert wird. Eine Bearbeitung folgt dann sobald wie möglich. Aber beginnen wir von vorn…

:D 12.00 Uhr San Francisco. 15 Stunden Flug, Air France und die französische Küche überlebt. Zu unserem Glück wurde uns die Reisezeit mit sehr informativen Ansagen versüßt, in der jede 2. Silbe mit einem "Aehhhhhhhhh" mit einer Dauer von gefühlten 10 Sekunden unterbrochen wurde, sodass der ganze Flieger in schallendes Gelächter ausbrach. Übrigens klatschen die Franzosen nicht, wenn der Pilot in der Lage ist seinen Job richtig zu machen – das nur mal so am Rande… Obwohl wir uns recht unschuldig vorkamen,  mussten wir uns erstmals mit Finger-, Handabdruck und Foto bei der Passkontrolle in der USA registrieren. Was ein Spaß. Weiter ging es mit der Bart (S-Bahn) in die City von San Francisco Richtung Hotel. Also kauft Martin erst mal schön überteuerte Tickets, ich bring die Ticketschleuse zum Erliegen und schon sitzen wir auch in der Bahn. Nachdem wir einmal im Kreis gelaufen sind, erreichten wir unser Hotel, wo uns auch gleich Chantal aus BerSan Franciscolin begrüßte. Die Welt ist eben doch klein. Nach einer kurzen  Verschnaufpause zogen wir los Richtung Alcatraz. Martin:"Das ist nicht weit. Wir müssen da nur die Straße hoch." Ja, nee is klar. Nach über 1h City-Bergsteigen waren wir dann auch schon da. Ein Blick vom Steg aus sollte reichen. So konnten wir immerhin auch einen nice view auf die Golden Gate Bridge erhaschen.

Zur Belohnung nahmen wir unser Abendmahl in einem Diner ein, vorbei an einem Musiker mit Sprüchen wie: "Go Mama, or I’m telling Obama!" Nee nee, die Amis…
Das Diner war im 70iger Jahre Stil eingerichtet, sodass auch das Schiffchen auf den Köpfen der Bedienung nicht fehlen durfte. Zu Speisen gab es Hotdog, Caesar Salat und Milchshakes, wobei zum Shake noch ein Becher mit 1/3 Sahneeis serviert wurde. Wir vermuten, dass dies dem Nachfüllen des Shakes dient und ahmten dies so dem verliebten französischem Pärchen neben uns nach.

Music in tha air?Nach dem Diner gings los den Bus zurück zu suchen und nach 30 Sek. saßen wir auch schon drin. Vorbei an "Celebraties" und der verwunderten Gesichter der Fahrgäste gegenüber (warum wir als junge Leute nicht die Celebraties erkennen), Dinnerging es durch Chinatown. Dort stiegen auch gleich etliche Asiaten mit  dementsprechend soeben erworbenen "Lebensmitteln" ein. Was das alles war, möchte ich gar nicht so genau wissen. Zumindest veränderte sich der Sauerstoffgehalt zusehend, genauso wie Martins Gesichtsfarbe. Und das bei seinem Schnupfen. Als dann ein Asiate neben mir anfing ständig irgendwas hochzuziehen, verging auch mir die Appetit auf Nachtisch. Naja, war ja auch schon Schlafenszeit. Nämlich 20h.

Alcatraz Dass erste Mal wo wir aufwachten und dachten es sei früh am Morgen, war dann 22h. Knapp verfehlt. Jetlag sei Dank. Da ich allerdings das Glück habe sogt wie immer schlafen zu können, fand ich mich bald im Schlummerland wieder, wogegen Martin die ganze Nacht kein Auge mehr zu tat. Armer Martin…

Verfasst von: Martin | 25. Oktober 2009

Speeding kills bears!

Yosemite National Park San Francisco, was für eine Stadt…so viele merkwürdige Menschen sind mir noch nie begegnet. Zwar ist auch hier jeder erschreckend freundlich aber dem ein oder anderen begegnen wir besser nicht im dunkeln. Trotz Jetlag haben wir noch einen guten Blick auf die Golden Gate Bridge und Alcatraz werfen können, bei traumhaften Wetter.

Mit unsrem neuen Wohn-Klo ging dann in denn Yosemite National Park inkl erster Übernachtung zwischen Rehen und Bären…so ein Spaß! In jedem Fall ein landschaftlicher Leckerbissen. Nach einigen hundert Meilen sind wir dann nun am Lake Thao gelandet und verbringen die Nacht mit herrlichem Blick auf denn See. Yogi, unser Wohnmobil bietet dabei mehr als genug Raum…Susi will dann gleich das Klo einweihen, sie ist schon ganz aufgeregt ;-)

Wir schauen mal ob wir morgen in Reno ein paar Fotos hochladen können.

So long..

Verfasst von: Martin | 19. Oktober 2009

Und los!

"….äh..Urlaub? Ja, Nein, Vielleicht?"

So oder so ähnlich stands in einer SMS die ich Anfang des Jahres von Susi bekam.
Ich war gleichermaßen erfreut wie verwundert. Es waren immerhin fast 2 Jahre
vergangen seit wir uns das letzte mal gesehen hatten und wenngleich wir damals
ein heimliches "Das machen wir nochmal" Bündnis geschlossen hatten, hätte ich
doch nie nie nie damit gerechnet, dass es tatsächlich dazu kommen würde. Um ehrlich
zu sein, hab ich dann aber doch gar nicht so tiefgründig darüber nachgedacht und ihr
ein  schneidiges "äh..ja" entgegnet. Da konnte ich ja noch nicht ahnen, dass wir ein
paar Wochen später bereits wieder im guten alten STA Travel Büro sitzen würden und
ich mit zitternden Händen irgendwelche Papiere unterzeichnen würde.

Ursprünglich war Süd-Amerika angepeilt, aber das haben wir uns dann doch recht schnell anders überlegt:

  • zu kalt
  • zu warm
  • zu gefährlich
  • zu "unzivilisiert"
  • zu wenig feste Straßen
  • zu viele Sprachen die wir nicht sprechen

Nachdem wir uns dann da also ein bisschen gegenseitig vollgeheult hatten, blieb ja quasi nur noch ein Ziel über *ololol*

Es geht nun also in die USA. Ach wie langweilig. Das macht doch jeder. Ja, das stimmt
also warum sollten wir es dann nicht machen? Um wenigstens ein wenig Aufregung in diese "Pauschalreise" zu bringen haben wir uns statt einem handlichen Kleinwagen wie in Neuseeland für ein minimal größeres Gefährt entschieden. Es ist nun also ein Wohnmobil, soweit ich Weiß eines der kleinsten seiner Klasse. Aber auch
das hat, Gerüchten zur Folge, ca. 10000 bunte Knöpfe zum Drücken mit denen man allerlei kaputt machen kann und wird!

Wir werden also am 22.10. über Paris nach San Francisco fliegen, dort dann das Wohnmobil übernehmen und  damit 2.5 Wochen durch den Westen der USA reisen. Am 10.11 oder so, geht’s dann aus L.A. wieder zurück nach Deutschland. So ist der Plan!

Dieser Blog wird wohl größtenteils per Mail oder SMS via Handy gefüttert werden, da wir uns den Stress mit den InternetBuden nicht wieder geben werden, aber ich denke ein paar Fotos gibt’s auch per Mail, schaumer mal. Sind ja auch nur 3 Wochen…

Als es damals hieß "Wohnmobil" meinte Susi was von wegen "ja..öhh..dann kann ich ja was kochen während du fährst" wenn ich mich recht erinnere. Also hoffe ich mal, dass sie die "Trucker Küche" gut studiert hat. Ich lass es euch wissen :)

In diesem Sinne…

(Hin- & Rückflug, 1 Nacht SF, 2 Nächte LA, 18 Tage Wohnmobil  inkl. km & Vers, ~ 1500 € p.P.)

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